1. Juli 2008: Die französischen Tageszeitungen „Le Monde“ und „Le Figaro“ kündigen an mehr als 200 Mitarbeiter, darunter 105 Journalisten, abzubauen, um Personalkosten von 9,4 Millionen Euro zu sparen.

24. Juni 2008: Der Deutsche Journalisten Verband protestiert gegen den Eigentümer der Berliner Zeitung, den Finanzinvestor David Montgomery: „Wenn, wie geplant, allein bei der Berliner Zeitung 40 von 130 Redakteursstellen wegfallen sollen, verkommt das Blatt zum Sammelsurium von Agenturmeldungen„.

16. Juli 2007: Die neuen Eigentümer des Medienkonzerns ProSiebenSat1, die Finanzinvestoren KKR und Permira, drängen auf eine Erhöhung der Rendite von 22,2 auf 30 Prozent im Jahr 2008. Als Folge werden werden „rund 250 Arbeitsplätze im Bereich des Informationsjournalismus vernichtet.

Drei Beispiele aus den vergangenen zwölf Monaten. Aus einem Beitrag der „Neuen Zürcher Zeitung Online“ geht hervor, dass diese nur die Spitze des Eisbergs sind – in Europa,vor allem aber in den USA, wo die Auflagezahlen der Tageszeitungen stark schrumpfen – von März bis September 2008 um 4,6 Prozent : „Der Auflagenrückgang, das Abwandern von Anzeigen, die Billigkonkurrenz im Internet, die anhaltend hohen Kosten des Print-Gewerbes und die oft schwindelerregend hohe Verschuldung vor allem der US-Unternehmen gelten als die zentralen Gründe der Abwärtsbewegung.“

Die Aasgeier beziehen Position: Newspaper Death Watch publiziert penibel, welche Tageszeitung in den USA mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat und wie viele journalistische Mitarbeiter entlassen muss. Schadenfroher Untertitel der Website: „Chronik des Niedergangs von Zeitungen und der Wiedergeburt des Journalismus“.

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