Stefan Niggemeier, der Mann vom BILDblog hält einen bemerkenswerten Vortrag über schlechten Onlinejournalismus,den er in seinem Weblog veröffentlicht. Niggemeiers These:

Die Verlage und Sender probieren im Internet gerade aus, ob es nicht auch mit weniger Journalismus geht.

Die Befunde gelten meiner Meinung ebenso für Österreich. Natürlich sind auch bei uns gute Onlinejournalisten am Werk. Aber durchwegs sind die Onlineredaktionen vieler Tageszeitungen und elektronischer Medien schlechter ausgestattet als die Stammredaktionen.

Darüber hinaus wird Niggemeiers subjektive Zustandsanalyse durch die Untersuchung „Klicks, Quoten, Reizwörter: Nachrichten-Sites im Internet“ von Steffen Range und Roland Schweins im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung empirisch untermauert. Und der jüngste Zustandsbericht der Medien in den Vereinigten Staaten erlaubt einen düsteren Blick in die mögliche Zukunft des Journalismus in unseren Breiten.

Zustandsanalysen, vor allem, wenn sie so auf den Punkt gebracht werden wie Niggemeier es getan hat, sind nützlich und wichtig. Nun sind aber Lösungsansätze gefragt, wie sie nicht nur von einem Kommentator des Vortrags / Blogeintrags eingemahnt wurden.

Also: Wer fängt an?

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