Seit dem Ende der Lehrveranstaltung „Multimedia Reporting“ am Fachbereich Kommunikationswissenschaften der Universität Salzburg im Wintersemester 2005/2006 ist zwar schon geraume Zeit vergangen, aber die Veröffentlichung einer Studierenden, Sabine Klein, im Weblog „NemosomeN“, in dem sie eine prägnante Zusammenfassung von Multimedia Reporting gibt, lässt mich an diesem Ort nun die Lehrveranstaltung spät aber doch reflektieren.

Ziel der Lehrveranstaltung war es, die technischen Möglichkeiten, die das Internet bietet, für neue journalistische Darstellungsformen zu nutzen. Diese neuen technischen Möglichkeiten nötigen den Berichterstatter nicht mehr dazu, Geschichten in einem Strang von Anfang bis zum Ende zu erzählen; sie reduzieren die Darstellungsmöglichkeiten nicht mehr auf die Bedingungen, die jedes einzelne Massenmedium vorgibt (Text, Foto, Grafik bei Zeitungen; Stimme, Geräusche und Musik beim Radio; etc.); sie ermöglichen die Kommunikation zwischen Produzenten und Rezipienten. Die Stichworte lauten: Nonlinearität, Multimedialität und Interaktivität.

Noch nutzen – nicht nur in Österreich – die meisten Medienunternehmen das Internet weitgehend nur als zusätzlichen Distributionskanal für die Inhalte ihrer Medienprodukte – im besten Fall leicht umgetextet und mit Links versehen.

Ergebnis der Lehrveranstaltung waren am Ende des Semesters zehn Projektarbeiten, in denen die 30 Studierenden jeweils ein Thema nach freier Wahl entsprechend diesen Prinzipien aufbereiteten (Beispiel).

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