Innerhalb eines halben Jahres hat sich die Außensicht zur Innensicht gewandelt. Aus dem Kommunikationsmanager ist wieder der Journalist geworden. Der Wechsel hat auch mediale Spuren hinterlassen. Im eigenen Medium ebenso wie in Fachpublikationen und an der Universität.

Hörfunk, Fernsehen und Online – die Beschäftigung mit dem Journalismus hier und jetzt bestimmt wieder den Alltag. Das ist spannend und herausfordernd. Aber es darf den Blick auf die Zukunft nicht verdecken, auf die Blogger, die Podcaster, die Vlogger, den „user generated content“ und vor allem auf die Frage: Kann – oder besser – wie kann der klassische Journalismus die tiefgreifenden Änderungen in der Medienbranche überleben?

Beispiel Radio: Allen, die in den vergangenen Jahren durch die Forderung nach weniger Wortlastigkeit im gleichförmig formatierten Flächenprogramm neurotisiert wurden, klingt es wie Musik in den Ohren, wenn wieder die Bedeutung des Wortes in den Hörfunkprogrammen erkannt wird. Die Ernüchterung folgt aber aus der Schlussfolderung, dass aus vorgeblich ökonomischen Gründen PR-Agenturen den Radiostationen kostenlos hoch professionelle, „fremd produzierte Beiträge“ zur Ausstrahlung zur Verfügung stellen.

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