Mein Blog hat eine neue Adresse: www.medienzukunft.info.
Ich freue mich über einen Besuch.
Gerhard Rettenegger
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11. Juli 2010
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Gerhard Rettenegger
19. Juni 2010
Gedanken zur Zukunft Journalismus, Nachhaltigkeit, Zukunft Hinterlasse einen Kommentar
Ernst Ulrich von Weizsäcker ist DER international renommierte Vordenker für nachhaltiges Wachstum. In seinem jüngsten Buch mit dem Titel “Faktor fünf” präsentieren er und seine Mitautoren das Konzept einer zukunftssicheren, umweltverträglichen Wirtschaftspolitik. Weizsäcker fordert, dass die Rohstoffe fünfmal besser genutzt werden müssten als bisher. Dadurch lasse sich ein deutlicher Zuwachs an Wohlstand und Lebensqualität herbeiführen. Dieses ehrgeizige ökologische Ziel sieht Weizsäcker als wegweisend für den technologischen Fortschritt und für nachhaltiges Wachstum.
Mitte Juni stellte sich Ernst Ulrich von Weizsäcker im ORF-Landesstudio Salzburg in einer Veranstaltung der Salzburger.Zukunfts:Dialoge der Diskussion. Anschließend fragte ich ihn in einem kurzen Interview über sein Verhältnis zum Journalismus und über die Rolle, die er Journalisten auf dem Weg zu einer klimaschonenden Gesellschaft zuweist:
5. Juni 2010
Gedanken zur Zukunft Journalismus, Zukunft Hinterlasse einen Kommentar
Dirk von Gehlen, Redaktionsleiter von jetzt.de der Süddeutschen Zeitung, hat in seinem Weblog (hoffentlich nicht nur die deutschen) Journalisten aufgerufen, ihre Einschätzung über die Zukunft des Journalismus in Antworten auf vier Fragen zu formulieren:
Das sollte jeder Journalist/jede Journalistin heute lernen: Der Weg der journalistisch aufbereiteten Information ist keine Einbahn mehr, es gibt eine leistungsstarke Gegenfahrbahn, die dem Leser, Hörer, Seher und User ganz neue Möglichkeiten gibt … und das ist keine Katastrophe, sondern vielmehr eine interessante, herausfordernde Perspektive für unsere Arbeit.
Nutzerbeteiligung macht den Journalismus besser, wenn die Journalisten Leser, Hörer, Seher und User nicht mehr als heterogenes, anonymes und disperses Publikum sehen, sondern sie als gleichwertige Partner im Prozess der Informationsvermittlung akzeptieren, sie ernst nehmen und entsprechend professionell handeln.
In zehn Jahren werden wir uns darüber wundern, dass in der heutigen Debatte wir Journalisten insgesamt so wenig Selbstbewusstsein zeigten. Die Strukturkrise der Medien, die Sparwut und das Streichkonzert der Medienunternehmer in den Redaktionen verdecken den Blick aufs Wesentliche: Gut gemachter Journalismus ist in unserer demokratischen Gesellschaft und angesichts der Informationsflut, die permanent auf die Bürger niedergeht, unentbehrlich für die Kontrolle der Mächtigen und um den Bürgern Orientierung zu geben.
So könnte ein Geschäftsmodell für den Journalismus von morgen aussehen: Ich kenne es genauso wenig wie alle anderen. Ich weiß aber, dass wir uns endlich ernsthaft auf die Suche nach diesem neuen Geschäftsmodell, vielleicht auch diesen neuen Geschäftsmodellen machen müssen. Wir dürfen unsere Zeit nicht länger vergeuden, indem wir auf den Erfolg von Kopien von Althergebrachtem , wie paid content, hoffen oder an die Erlösung durch technische Geräte wie das iPad glauben.
PS: Es ist unausweichlich, dass die Reduktion auf wenige Sätze der Komplexität dieser grundsätzlichen, existenziellen Fragen nicht gerecht wird. Vielleicht ist das ja Ausgangspunkt einer Diskussion nicht nur unter Journalisten, über die ich mich sehr freuen würde.
4. Juni 2010
Gedanken zur Zukunft Hinterlasse einen Kommentar
Chris Messina, Kämpfer für das Open Web und bei Google beschäftigt, sprach am 13. Mai 2010 beim PARC FORUM des Palo Alto Research Center über die Zukunft des Social Web und wie sie aufgehalten werden kann. Das Vortragsvideo dauert etwas mehr als eine Stunde, Chris Messina spricht auf Englisch.
5. Mai 2010
Fernsehen Österreich, ORF, TVthek Hinterlasse einen Kommentar
Als Erfolgsgeschichte bezeichnete Onlinedirektor Thomas Prantner die TVthek, die Videoplattform des ORF, gestern, am 4. Mai 2010, bei der TVienna2010, dem 4. Wiener Symposium zu Fernsehen und Medienwandel. Die Zugriffszahlen zeigten, dass das Publikum dieses neue Service schätze, deshalb soll es ausgebaut und über weitere Vertriebskanäle verbreitet werden, kündigte Prantner an.
Fast 30 Mio Videoabrufe in sechs Monaten
Nach einem halben Jahr Betrieb nannte Prantner erstmals genaue Zugriffszahlen auf die Videothek des ORF: 28,2 Millionen Videoabrufe von November 2009 bis April 2010. Dazu kommen weitere 11,7 Millionen Videoabrufe von den Kanälen der Website ORF.at. Im Jänner, dem bislang besten Monat in der jungen Geschichte der TVthek, wurden 5,3 Millionen Mal Videos aus der TVthek abgerufen:
(Die Zahlen stammen aus meiner Mitschrift während des Vortrags. Eventuelle Übertragungsfehler kann ich trotz aller Sorgfalt nicht ausschließen.)
Das entspricht durchschnittlich 160.000 Abrufen pro Tag; die Sendung mit den meisten Abrufen bisher war “Am Schauplatz – Skinheads” (126.000), gefolgt vom “Club 2” zum selben Thema (70.000). Auf Rang vier der Abrufcharts rangiert wohl eher unerwartet der “Musikantenstadl” (62.000). Acht von zehn Nutzern der TVthek kommen über einen Computer in Österreich, die Hälfte aller Nutzer ist älter als 40 Jahre.
Der große Zuspruch verpflichtet
“Meine Erwartungen wurden übertroffen”, resümierte Onlinedirektor Prantner nicht ohne drauf hinzuweisen, dass nicht Quotenjagd das Ziel der Videoabruf-Plattform des ORF sei, sondern Service am Kunden. Und weil das Publikum dieses Service rege in Anspruch nimmt, soll es in Zukunft ausgebaut werden:
„Der Bedarf nach zeitlich unabhängig konsumierbaren Sendungen ist stark gestiegen. […] Die Tvthek ist die Fleisch gewordene Programmbegleitung des Fernsehens im Internet.“
Prantner kann sich vorstellen, dass die Zahl der auf der TVthek angebotenen Sendungen von 70 auf beinahe 100 erhöht werden könnte – selbstverständlich nur Eigen- oder Auftragsproduktionen. Dann wäre gut die Hälfte des Programmangebots des ORF online verfügbar.
Die TVthek unterwegs nutzen
Und die TVthek soll, wenn es nach Prantner geht, in Zukunft auch auf Fernsehgeräten und Mobiltelefonen abrufbar sein. Wer, bitte, will sich auf einem Handy eine ganze Fernsehsendung anschauen? – Nicht eine ganze Sendung, erläutert Prantner, aber vielleicht den einen oder anderen Beitrag einer “Zeit im Bild“, wenn ein entsprechend aktuelles Ereignis Bürger auch beim Heurigen neugierig auf den neuesten Stand der Dinge macht:
„Wer das Angebot bei uns nicht findet, sucht es sich anderswo. Die Bequemlichkeit (Convenience) für die Nutzer muss vorhanden sein. Sie dürfen nicht nur auf dem Computer Zugang zur TVthek haben, sondern auch im Wohnzimmer, damit sie bei ORF-Produkten bleiben.“
Bevor jedoch TVthek-Apps für die gängigen Mobiltelefone wie iPhone oder Blackberry verfügbar sein werden, gelte es abzuwarten, was im neuen ORF-Gesetz steht. Die TVthek soll laut Prantner weiter ausgebaut werden – nicht aber das Internetangebot auf ORF.at, „weil schon das bestehende Angebot in der Kritik des VÖZ ist. Verbesserungen der Technik und der Qualität wird es geben, nicht aber zusätzliche Kanäle.“
18. April 2010
Das Alte mit dem Neuen Hinterlasse einen Kommentar
HbbTV – Hybrid broadcast broadband TV – so nennt sich die neue gesamteuropäische Anstrengung, um Internet und Fernsehen doch noch zusammenzubringen. Und zwar auf ein Ausgabegerät, damit der Zuseher nicht wie jetzt vom Fernseher zum Computer mit Internetanschluss wechseln muss, wenn er er zum Beispiel eine Fernsehsendung verpasst hat und sie auf dem on-demand-Portal der Rundfunkstation (TVthek des ORF, Mediathek des ZDF, etc.) ansehen will.
HbbTV will die Inhalte von Rundfunk und Internet verknüpfen. Wie das geschehen geschehen soll, wird im entsprechenden Wikipedia-Eintrag so beschrieben:
“In das Rundfunksignal [wird] eine Signalisierung eingefügt (AIT-Tabelle). Diese AIT-Tabelle wird vom Empfänger ausgelesen, und enthält in der Regel eine URL auf eine spezielle HTML-Seite, die über die Internetverbindung geladen wird. Diese HTML-Seiten werden gewöhnlich mit Hilfe der roten Farbtaste der Fernbedienung sichtbar geschaltet.Damit lassen sich TV-Editionen der Mediatheken starten, damit Sendungen zeitversetzt vom Zuschauer abgerufen werden können. Auch für den Teletext ergeben sich mit Optionen für Abbildungen und Grafiken sichtlich bessere Darstellungen im Zeitalter des hochauflösenden Fernsehens. Die HTML-Umgebung ermöglicht dabei eine ganze Reihe von neue Funktionalitäten: Ein verkleinertes Fernsehbild kann in HTML-Seiten integriert werden und von der HTML-Seite kann direkt auf ein anderes Fernsehprogramm umgeschaltet werden. Darüber hinaus lassen sich synchron zum Fernsehprogramm Menüfunktionen und Nachrichtenticker transparent über das laufende Fernsehbild legen.”
Nach Angaben auf der Website der HbbTV-Initiative unterstützen namhafte Provider wie Astra und Eutelsat, Broadcaster wie die französische Canal+-Gruppe, Netzwerkexperten wie Cisco, Erzeuger von Settop-Boxen wie Humax und Consumer Electronic wie Sony den neuen Standard. Humax bietet bereits einen Receiver an, der den Anwender laut Produktbeschreibung nicht nur durch die Fernsehprogramme, sondern auch durchs Internet surfen lässt.
HbbTV ist bereits im Dezember 2009 zur Standardisierung eingereicht und wurde auch schon bei der Internationalen Funkausstellung 2009 vorgestellt. “2010 wir das Jahr von HbbTV werden”, formuliert das Hamburger Technologie-Unternehmen TEVEO, ein Mitglied der HbbTV-Initiative euphorisch.
Unbestritten ist, dass die benutzerfreundliche Verbindung von Fernsehen und Internet längst überfällig ist. Zur Vorsicht vor allzu überschwänglichen Erwartungen an HbbTV besteht allerdings Anlass, bevor nicht die Konsumenten in ausreichender großer Zahl ihre Bereitschaft bekundet haben, von der Verschränkung von Fernsehen und Internet ebenso begeistert zu sein wie die Wirtschaft. Spätestens nach der Ernüchterung bei MHP – der Standard sollte vor Jahren zu mehr Interaktivität im Fernsehen beitragen, konnte sich aber nicht durchsetzen – ist diese Vorsicht angebracht.
30. Dezember 2009
Allgemein Hinterlasse einen Kommentar
Die Multimedia-Illustrierte INFOSAT berichtet über die Marktanteile 2009 von Deutschlands Fernsehsendern (im Vergleich zu 2008). Grundlage dafür sind die Zahlen der GfK-Fernsehforschung in Nürnberg bei den Gesamtzuschauern ab drei Jahren:
1. ARD……………. 12,7 % (- 0,7 %)
2. RTL……………. 12,5 % (+ 0,7 %)
….ZDF……………. 12,5 % (- 0,6 %)
4. Sat 1…………… 10,4 % (+ 0,1 %)
5. Pro Sieben…….. 6,6 % (0,0 %)
6. VOX……………… 5,4 % (0,0 %)
7. Kabel eins……… 3,9 % (+ 0,3 %)
….RTL 2……………. 3,9 % (+ 0,1 %)
9. Super RTL………. 2,5 % (+ 0,1 %)
[Link]